Die Technisierung in der Landwirtschaft und besonders im Milchviehsektor schreitet unaufhaltsam voran. Besonders wird in der Melk-, Fütterungs- und Sensortechnik investiert, bringt dies doch einen massiven Mehrwert für den Landwirt und auch für das Tierwohl.
Doch all diese Systeme benötigen für die problemlose Funktion eines - nämlich Daten. Im speziellen, bei Melk- und Sensortechnik ist es wichtig, dass Abkalbungen oder Belegungen korrekt erfasst sind. Und hier ist es dann natürlich besonders lästig, wenn Daten mehrfach in verschiedenen Systemen gemeldet werden müssen. Neben dem unnötigen Zeitaufwand ist es doch auch eine zusätzliche Fehlerquelle, dass womöglich unterschiedliche Daten in den verschiedenen Systemen vorhanden sind.
Der RDV (RinderDatenVerbund) hat sich als eine verlässliche Datendrehscheibe etabliert. Er wird laufend mit Daten von AMA Tierkennzeichnung, LKV, Laboren, Zuchtverband oder Tierärzten befüllt. Diese Daten können für verschiedene Systeme (Fütterungsstationen, Melksysteme,...) als ein Datenabo beim LKV angefordert werden. Per email werden die Daten übermittelt und können dann in das System manuell eingespielt werden. Die Königsdisziplin ist der automatisierte Datenaustausch und mit den Firmen Lely und Smaxtec gibt es diesen bereits. Ist er aktiviert, passiert der Austausch von Daten wie z.B. Besamungen, Trächtigkeitsuntersuchungen, Probemelkungen oder auch Tierdaten vollautomatisiert.
Seit Oktober ist der vollautomatisierte Datenaustausch auch mit GEA Melkrobotern möglich. Grundvoraussetzung ist, dass die Daiynet Version 47 am Roboter installiert ist. Der Datenaustausch muss dann GEA seitig im Dairynet durch einen Techniker aktiviert werden. RDV seitig muss eine DSGVO Zustimmung erteilt werden. Dies kann der Landwirt sofort selbst in seinem DSGVO Modul, im RDV Portal erledigen. Oder es wird eine schriftliche, unterschriebene Zustimmung an das LKV Büro gesendet. In einer ersten Phase werden nur die Milchleistungsdaten zwischen RDV und GEA Dairynet getauscht bzw. Tierstammdaten aus dem RDV abgerufen. In der zweiten Phase, die zu einem späteren Zeitpunkt startet, folgt dann noch der Austausch weiterer Daten wie Besamungen oder Trächtigkeitsuntersuchungsergebnisse.
Damit die Entwicklung eines automatisiertem Datenaustausch zwischen zwei fremden Systemen funktioniert, bedarf es viel Entwicklungsarbeit und auch die volle Bereitschaft beider Partner. Nur so können zwei verschiedene Systeme korrekt miteinander kommunizieren. Umso erfreulicher ist es, dass mit GEA ein weiterer Partner für diesen Datenaustausch gewonnen wurde. Und somit kann unseren Kunden ein noch besseres Service angeboten werden.