Österreichweite Mitgliederbefragung der LKV's

Die österreichischen Landeskontrollverbände (LKV) sind fortwährend bemüht beste Serviceleistungen anzubieten. Damit in Zukunft die richtigen Weichen für eine beständige und erfolgreiche österreichische Milchviehhaltung gestellt werden können, wurde im Frühjahr 2019 eine Mitgliederbefragung durchgeführt.

Die großteils online durchgeführte Umfrage wurde von 3.682 Bäuerinnen und Bauern aus allen Bundesländern beantwortet (= ca. 19 % der österreichischen Kontrollbetriebe). Die Befragten verteilen sich über alle Betriebsformen, Betriebsgrößen, Melksysteme und Leistungsklassen, weshalb von einer hohen Repräsentativität ausgegangen werden kann.

Hohe Zufriedenheit

Äußerst erfreulich ist, dass 97 % der Befragten zufrieden mit den Dienstleistungsangeboten der LKV's sind (sehr und eher zufrieden) und 95 % die Tätigkeit der LKV's als wichtig einschätzen. Besonders hervorzuheben ist auch die Zufriedenheit mit dem LKV Personal. So schätzen mehr als 96 % der Bäuerinnen und Bauern die Pünktlichkeit und Arbeitsqualität der Kontrollorgane. Auch die Zufriedenheit mit dem Engagement und Fachwissen des Personals ist mit 93 % bzw. 91 % als sehr hoch einzustufen.

    Abbildung 1: Zufriedenheit mit LKV Dienstleistungen und Personal

 Auswertungen kommen gut an

Der Tages- und Jahresbericht sowie der LKV Herdenmanager und die Handy-App sind nach wie vor die am meisten verwendeten Berichte und Auswertungen. 74 % der befragten Bäuerinnen und Bauern verwenden den LKV Herdenmanager und 58 % die Handy-App. Die kontinuierliche Weiterentwicklung über die letzten Jahre führt zu einer Zufriedenheit von über 95 %. Auch die zusätzlichen Online-Angebote wie LKV-Rationsberechnungsprogramm und Optibull erfreuen sich einer großen Zufriedenheit von über 77 % der befragten Nutzer.

Abbildung 2: Nutzungshäufigkeit von Softwarelösungen

 Welche zukünftige Entwicklung wünschen sich Bäuerinnen und Bauern?

Ein großes Schlagwort der aktuellen Zeit ist die Datenvernetzung. So gaben 93 % der Betriebe mit Melkroboter an, dass die Vernetzung der Daten des Melkroboters und der LKV Daten von hoher Bedeutung sind. Da vor allem Melkroboterbetriebe auch Tiersensoren verwenden, ist diesen die Einbindung von Sensordaten sehr wichtig. Die Abbildung und Verknüpfung von Ergebnissen der bakteriologischen Milchuntersuchungen, Tankmilchuntersuchung, Futteruntersuchung sowie Klauenpflege mit den LKV Daten ist ein weiteres großes Anliegen.

Neue Untersuchungen und Dienstleistungen erwünscht

Die LKV Mitgliedsbetriebe sind stets bestrebt das betriebliche Management weiterzuentwickeln. So wollen mehr als 80 % der Befragten in Zukunft neue Auswertungen zu Ketose, Acidose und Energiebilanz. Auch neue Dienstleistungen sollen in Zukunft die Überwachung der Herde einfacher gestalten. Dies sollen zukunftsweisende Dienstleistungen wie automatisierte Trächtigkeitsuntersuchungen, automatisierte bakteriologische Milchuntersuchungen, ein Wirtschaftlichkeitsindex sowie Auswertungen zur Klauengesundheit ermöglichen. Viele Betriebe mit AMS wünschen sich zudem eine Spezialberatung zum Melkroboter.



Abbildung 3: Wichtigkeit neuer Untersuchungen und Dienstleistungen

Ausblick

Die österreichweite Mitgliederbefragung bestätigt den eingeschlagenen Weg der LKV's. Die Weiterbildung des Personals sowie der Berichte und Auswertungen sind auch in Zukunft von großer Bedeutung für das betriebliche Herdenmanagement. Um neue Untersuchungen und Dienstleistungen anbieten zu können, wurde bereits vor einigen Jahren die europaweite Vernetzung im EMR-Verbund gesucht. Nun gilt es, die neuen Erkenntnisse der Milchanalytik für Bäuerinnen und Bauern nutzbar zu machen um die gewünschten Parameter und Dienstleistungen anbieten zu können. Das derzeit laufende Projekt D4Dairy und die Kooperation mit Melkroboter-Herstellern soll zudem die Datenvernetzung vorantreiben.

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